Endlich: endgültiges Aus für den Golfplatz!

Seit dem späten Frühjahr 2015 war klar, dass die Mogelpackung „Volksgolfplatz“ bei den vermeintlichen Adressaten nahezu einhellig auf Ablehnung stieß. Auch die Parteien votierten nach und nach mehrheitlich dagegen. Dies mündete in einem Ratsbeschluss vom Juli 2015, der sich für die Beibehaltung des Landschaftsschutzes für die ehemalige Bauschuttdeponie und gegen eine Nutzungsänderung aussprach. Nur die SPD stand nach wie vor in Treue fest. Bei den nachfolgenden Abstimmungen in den zuständigen Ausschüssen, die den Ratsbeschluss absegnen mussten, knirschte es manchmal, nicht zuletzt wegen des plötzlichen Fehlens von Mitgliedern der Contra-Fraktionen und des volatilen Verhaltens der einzigen FDP-Abgeordneten…

Letztlich sind die Tricks und Machinationen von SPD, heimlichen und unheimlichen Befürwortern sowie der nimmermüden Verwaltung ins Leere gelaufen. Der Verwaltungsausschuss hat am 11. April mehrheitlich beschlossen, den Golfplatz aus dem Flächennutzungsplan zu streichen. OB Köhler hat verbindlich zugesagt, beim Vorentwurf für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren. Damit ist der monatelangen Zombie-Existenz dieses Unsinnsprojekts ein erlösendes Ende gesetzt worden. Ein Grund zum Feiern und ein Beleg dafür, dass sich Widerstand lohnt!

 

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Und das war geplant: Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), eine hundertprozentige Tochter der Stadt Göttingen, wollte in der Feldmark von Geismar einen ca. 75 Hektar großen Golfplatz bauen.

Er sollte in einem beliebten Naherholungsgebiet mit bemerkenswerter Fauna und Flora entstehen – zum Großteil auf öffentlichen Flächen, die allen Bürgerinnen und Bürgern gehören.

Umwidmung im Interesse eines privaten Investors und Zerstörung des Lebensraums für Mensch und Tier sind – allen Bekundungen der GoeSF zum Trotz – ein sozial- und umweltpolitischer Skandal. Details zur Planung blieben nebulös und die Illusion der Planer, dass sich das Gebiet nur unwesentlich verändern sollte, hätte sich nicht realisieren lassen.